Portfolio
Tiere
Beim Fotografieren von Tieren fühle ich mich wie ein stiller Beobachter in einer Welt, die mir nicht gehört.
Da ist zuerst eine besondere Form von Aufmerksamkeit. Jede Bewegung zählt: ein Zucken der Ohren, ein kurzer Blick, ein plötzlicher Sprung. Ich bin ganz im Moment, angespannt und jederzeit bereit „den Moment“ einzufangen. Gleichzeitig entsteht Respekt. Tiere folgen ihren eigenen Regeln, sie lassen sich nicht dirigieren. Man kann nichts erzwingen. Dieses Bewusstsein schafft Demut: Ich passe mich an, nicht umgekehrt.
Dann kommt oft ein Gefühl von Nähe – auch ohne tatsächliche Berührung. Wenn ein Tier in die Linse schaut oder sich ruhig verhält, entsteht ein kurzer, intensiver Moment der Verbindung. Fast so, als würde man sich gegenseitig wahrnehmen, ohne Worte. Aber es gibt auch Nervosität. Jeder Moment ist unvorhersehbar. Wird das Tier fliehen? Wird es sich zeigen? Verpasst man den entscheidenden Augenblick? Diese Unsicherheit macht die Erfahrung lebendig.
Und schließlich ist da Freude – manchmal sogar Ehrfurcht. Wenn es gelingt, einen authentischen Moment einzufangen, fühlt es sich nicht wie ein „gemachtes“ Bild an, sondern wie ein Geschenk. Etwas echtes, ungeplantes, das man für einen Augenblick sehen durfte.
Am Ende trage ich nicht nur ein Bild nach Hause, sondern das Gefühl, kurz in eine andere, freie Welt eingetaucht zu sein. Und nebenbei sei bemerkt: Ich bin auch nur „zu Gast„ auf dieser Welt…

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